Radio-AG gewinnt Wettbewerb des Bundesministeriums für Landwirtschaft Echt Kuh-l
Ein großer Erfolg für die Radio-AG der Realschule Kißlegg: Vom 10. bis 12. Juni 2026 durften drei Schülerinnen der AG nach Berlin reisen, um dort die „Goldene Echt kuh-l! Kuh“ entgegenzunehmen. Mit ihrem Podcastbeitrag zum Thema Artenvielfalt in der ökologischen Landwirtschaft überzeugten sie die Jury des bundesweiten Wettbewerbs „Echt kuh-l!“ und wurden in ihrer Alterskategorie mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Von der Idee zum preisgekrönten Podcast
Der Grundstein für diesen Erfolg wurde bereits einige Monate zuvor gelegt. Ein Flyer des Bundesministeriums machte die Mitglieder der Radio-AG auf den Wettbewerb aufmerksam. Besonders die Möglichkeit, einen eigenen Audiobeitrag einzureichen, weckte sofort das Interesse der Schülerinnen.
Mit großem Engagement widmeten sich Annika Lörke, Emilia Jopson und Christine Rost mit Unterstützung von Herrn Schneemann dem Thema Artenvielfalt. Sie recherchierten selbstständig, entwickelten kreative Ideen und arbeiteten intensiv an der Umsetzung ihres Beitrags. Schnell wurde deutlich, dass zusätzliches Fachwissen den Podcast bereichern würde. Durch die Initiative von Annika gelang es, eine externe Expertin für das Projekt zu gewinnen. Mit deren Unterstützung sowie der Begleitung durch Frau Lörke entstand ein informativer und abwechslungsreicher Audiobeitrag, der in nur drei Minuten die wichtigsten Aspekte der Artenvielfalt auf einem Bioland-Betrieb anschaulich erklärt.
Die sorgfältige Arbeit der Schülerinnen zahlte sich aus: Im Mai erreichte die Radio-AG die erfreuliche Nachricht, dass ihr Beitrag die Jury so sehr überzeugt hatte, dass die drei Schülerinnen zur feierlichen Preisverleihung nach Berlin eingeladen wurden.
Drei spannende Tage in der Hauptstadt
Die Reise nach Berlin fand vom 10. bis 12. Juni 2026 statt. Begleitet wurden die Preisträgerinnen von Herrn Schneemann und Frau Lörke.
Auf die Teilnehmerinnen wartete ein abwechslungsreiches und spannendes Programm. Gleich am ersten Tag standen ein Besuch des Prinzessinnengartens in Neukölln, eine Führung sowie ein gemeinsames Abendessen mit anderen Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern auf dem Programm. Ein Spaziergang entlang der Spree rundete den Tag ab.
Der zweite Tag begann mit einem besonderen Erlebnis: Vom Besucherbereich der Kuppel des Reichstagsgebäudes aus konnten die Schülerinnen das politische Geschehen während einer laufenden Plenarsitzung beobachten. Anschließend besuchten sie das Futurium, dessen Ausstellung die Themen Mensch, Umwelt und Technik miteinander verknüpft und Zukunftsfragen ebenso wie demokratische Prozesse anschaulich vermittelt.
Die Mittagspause verbrachten die Teilnehmer:innen im Spreebogenpark zwischen Hauptbahnhof, Bundeskanzleramt und Paul-Löbe-Haus. Dort ließ es sich auch Herr Dahler, Mitglied des Deutschen Bundestages, nicht nehmen, den Schülerinnen persönlich zu ihrem Erfolg zu gratulieren.
Am Nachmittag führte das Programm zur Domäne Dahlem, einem ökologischen Lehr- und Demonstrationsbauernhof. Dort erhielten die Schülerinnen spannende Einblicke in nachhaltige Landwirtschaft, Klimaschutz und Tierhaltung. Beim gemeinsamen Gärtnern und Versorgen der Tiere konnten sie selbst praktische Erfahrungen sammeln.
Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch der East Side Gallery. Die von internationalen Künstlerinnen und Künstlern gestalteten Überreste der Berliner Mauer vermittelten eindrucksvoll die Bedeutung von Freiheit, Demokratie und gesellschaftlichem Wandel.
Der große Moment: Die Preisverleihung
Am Freitag war schließlich der große Tag gekommen. Nach einer Stadtführung in Kleingruppen und einem gemeinsamen Gruppenfoto am Brandenburger Tor trafen sich alle Finalistinnen und Finalisten im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Innenhof des Ministeriums begann die feierliche Preisverleihung. Die Veranstaltung wurde von Diona Bathily moderiert. Der Wissenschaftsjournalist Markus Meyer-Gehle, Mitglied der Wettbewerbsjury, stellte die ausgezeichneten Beiträge vor. Die Preisverleihung selbst wurde von Dr. Snell vom Bundesministerium vorgenommen.
Unter großem Applaus nahmen Annika, Emilia und Christine die „Goldene Echt kuh-l! Kuh“, ihre Urkunde sowie ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro entgegen. Kurz vor der Ehrung traf erneut Herr Dahler ein, um den Erfolg der Schülerinnen mitzuerleben. Auch Bundesminister Alois Rainer begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer persönlich und sprach ihnen seine Anerkennung aus.
Ein besonderes Highlight zum Abschluss
Nach der Preisverleihung wartete noch ein weiterer Höhepunkt auf die drei Preisträgerinnen. Auf Einladung von Herrn Gerster, Mitglied des Deutschen Bundestages, ging es ins Paul-Löbe-Haus. Für die Fahrt dorthin wurden die Schülerinnen von Herrn Dahler mit dem Fahrdienst der Bundesregierung begleitet – ein Erlebnis, das sicherlich in Erinnerung bleiben wird.
Nach weiteren Glückwünschen und gemeinsamen Erinnerungsfotos war es schließlich Zeit für die Heimreise. Mit vielen neuen Eindrücken, wertvollen Erfahrungen und großer Freude über ihren Erfolg traten die Schülerinnen die Rückfahrt nach Kißlegg an.
Die Schulgemeinschaft der Realschule Kißlegg gratuliert Annika Lörke, Emilia Jopson und Christine Rost herzlich zu dieser außergewöhnlichen Leistung. Ihr Erfolg zeigt eindrucksvoll, wie junge Menschen durch Neugier, Teamarbeit, Kreativität und Engagement wichtige Zukunftsthemen aufgreifen und einer breiten Öffentlichkeit vermitteln können.Der preisgekrönte Podcast wird in Kürze zusammen mit einem Bericht über die Berlinreise im Schulradio veröffentlicht. Bereits jetzt kann der Beitrag auf der Website des Wettbewerbs „Echt kuh-l!“ angehört werden. (Schne)



















